Je länger ich mit Holz arbeite, desto mehr liebe ich diesen Werkstoff. Kein Stück gleicht dem anderen. Diese Vielfalt, selbst in der gleichen Holzart, ist immer wieder faszinierend. Holz soll mit Gefühl und Sorgfalt bearbeitet werden, so kommt es zur vollen Geltung. Wenn ich Abschnitte verbrenne, selbst ein halbes Jahr später, kommt mir die Arbeit die ich mit diesem Holz erstellt habe in den Sinn. Meist mit einem Lächeln auf den Lippen und mit einer angenehmen Erinnerung an diese Arbeit.
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Soll es stark und tragend sein – kein Problem. Soll es leicht und fein sein – kein Problem. Soll es warme und weiche Farben und kanten aufweisen – auch kein Problem. Soll es windschützend und behaglich sein – kein Problem. Soll es rund und geschwungen sein – wieder kein Problem.
Man kann es schneiden, hobeln, schleifen, dämpfen, biegen, zusammenfügen und kombinieren. Irgendwie kann man fast alles machen daraus. Nicht zu vergessen ist natürlich der Duft, den Holz abgibt.
Erdig, süss, säuerlich, frisch, harzig, einfach angenehm und fast unbeschreiblich. Und dann noch die Farben und Maserungen – rot, gelb, weiss, braun, fast goldig. Im gleichen Stück Holz dann noch Kombinationen die immer harmonisch zusammen passen und ineinander fliessen. Verwachsene Äste, Misteleinschlüsse, Vergabelungen ….
Und wenn man es berührt, mit Händen, Armen oder Füssen, so spürt man einfach dieses angenehme Gefühl. Ich möchte es nicht mehr missen.
Ich habe mich entschlossen, mit Holz zu arbeiten so lange ich kann und ich werde immer gerne ein Zimmermann sein.